Hintergrund und Entstehung

In Mitteldeutschland erkranken mehr Menschen an einem Schlaganfall als im Bundesdurchschnitt. Das zeigt auch die Zahl der Krankenhausbehandlungen infolge von Schlaganfallerkrankungen. Die Alterung der Bevölkerung lässt auch zukünftig die Zahl der Schlaganfallerkrankten in Deutschland weiter ansteigen.

Um dieser Herausforderung gewachsen zu sein, braucht es neue Wege in der Gesundheitsversorgung. Immer noch erleben Betroffene eines Schlaganfalls häufig Brüche in der poststationären Versorgung, z.B. durch lange Wartezeiten auf ambulante Therapien, Therapieabbrüche, Fehlversorgung mit Hilfsmitteln oder fehlende adäquate sekundär-präventive Maßnahmen.

Um diese Defizite abzubauen, begann im März 2015 ein Kooperationsprojekt zwischen dem Universitätsklinikum Halle, der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Strehlow GmbH. Im Rahmen dieses Vorhabens wurde die Machbarkeit einer Begleitung von Schlaganfallbetroffenen des Universitätsklinikums Halle (Saale) durch eine Schlaganfall-Lotsin geprüft. Langfristiges Ziel war es, einen intersektoralen Versorgungspfad zur Verbesserung der Schlaganfall(nach-)versorgung für das südliche Sachsen-Anhalt aufzubauen.

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